Seit 2023 modernisiert und erweitert das IBK Heyrothsberge seinen Fuhrpark umfassend, um die Ausbildung der Feuerwehren in Sachsen-Anhalt weiter zu verbessern.
Für praxisnahe Übungen unter realistischen Bedingungen stehen nun neue Einsatzfahrzeuge wie ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 20), ein Rüstwagen (RW), ein Einsatzleitwagen Sachsen-Anhalt (ELW-ST) und ein Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) zur Verfügung. Diese bereiten die Einsatzkräfte gezielt auf verschiedenste Einsatzlagen vor.
Das HLF 20 und der Rüstwagen sind zentrale Bestandteile der Ausbildung und decken ein breites Einsatzspektrum ab. Möglich sind Szenarien von der Brandbekämpfung bis hin zu komplexen technischen Hilfeleistungen, etwa bei Verkehrsunfällen oder Unwettereinsätzen. Für den Bereich der Gefahrenabwehr wurde zusätzlich ein Gerätewagen Gefahrgut integriert. Dieser kann speziell für die Ausbildung im Umgang mit chemischen, biologischen und anderen gefährlichen Stoffen genutzt werden.
In Sachsen-Anhalt verfügen elf untere Katastrophenschutzbehörden sowie das IBK Heyrothsberge über einen ELW-ST. Das Fahrzeug dient der einheitlichen Ausbildung von Einsatzkräften und unterstützt die Standardisierung von Führungs- und Stabsarbeit. Dadurch wird die Einsatzbereitschaft im Katastrophenschutz gestärkt.
Ergänzt wird der Fuhrpark durch Spezialtechnik, u. a. einen CBRN-Erkundungswagen. Dieser wurde dem IBK durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zur Verfügung gestellt. Mit ihm können auch anspruchsvolle Gefahrensituationen realitätsnah trainiert werden. Des Weiteren wurde ein neues Mobiles Brandschutztechnisches Labor (MOBLAB) in Dienst gestellt. Mit der verladenen Technik können unbekannte Gefahrstoffe sicher erkannt und analysiert werden.
Darüber hinaus unterstützt eine neue Modulfeldküche die Ausbildung im Katastrophenschutz.
Zusätzliche Dienstfahrzeuge und Mannschaftstransporter sorgen für einen reibungslosen Ausbildungsbetrieb.
Insgesamt investierte das Land Sachsen-Anhalt rund 2,46 Millionen Euro in die Modernisierung im Zeitraum 2023 bis 2026. Damit stärkt das IBK nachhaltig die Qualität der Aus- und Fortbildung und stellt sich optimal auf die wachsenden Anforderungen im Brand- und Katastrophenschutz ein.
